SchplitZing
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SchplitZing ist der Versuch die Gleichzeitigkeit von Gedanken und ihre Vernetzung teilweise nachvollziehbar zu machen. Mehr als ein Ergebnis steht dabei der erzählte Prozess im Vordergrund. In vier Feldern ist es möglich Gedanken, Bilder, recherchierte Fragmente oder Erfundenes miteinander zu verknüpfen.
archive
Roger, Helen, Stefan
10.05.2011

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Roger, Helen, Stefan
Gedankenblitz & ... - Robert Dennhardt
10.03.2011

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Gedankenblitz und Wissenskunst
Maus
11.01.2011

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Maus
Formexperiment 1 - Lukas Zimmer
30.11.2010

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Formexperiment
Things in the Woods
30.04.2010

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Things
nadinew - Nadine Wietlisbach
02.01.2010

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nadinew
Rising Birds - Dominique Müller
01.01.2010

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Rising Birds
Engramme - Fabian Wegmüller
01.01.2010

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Engramme
discussion
Zwischenstand
16.07.2011

SchplitZing nimmt immer mehr Form an. Wir haben diesen Frühling vom Aargauer Kuratorium und der Fachstelle Kultur des Kantons Zürich zusätzliche finanzielle Unterstützung zugesprochen bekommen und die Programmierung ist bereits weit fortgeschritten. Anfang August wollen wir erste SchplitZings entstehen lassen um dann Im September die neue Version vorzustellen.
First Step
04.01.2009

Nachdem eine Eingabe bei sitemapping, der Mediaproject-Förderungsstelle des Bundesamtes für Kultur, abgelehnt wurde, weil das Projekt eine zu wenig klar künstlerische Ausrichtung hatte, entscheiden wir einen Prototypen zu programmieren, welcher zuerst einmal ein einzelnes SchplitZing umfassen soll. In einem zweiten Schritt, für die Umsetzung des Netzwerkes, wollen wir nochmals Förderung beantragen. Bis im Herbst 2009 hat Fabian Wegmüller eine erste noch unfertige Version programmiert und anhand dieser wird der Prototyp von SchplitZing soweit entwickelt, bis erste Gehversuche damit gestartet werden können.
Erste Versuche in the Woods
09.01.2009

Die ersten Versuche mit SchplitZing in the Woods führen zu einigen Veränderungen im Backend. Es wird klar, dass das Erstellen eines SchplitZings und die Verlinkung verschiedenster Fragmente anspruchsvoll ist und genauso wie das entdecken einer Welt in einem fertigen SchplitZing Zeit und Geduld benötigt. Es dauert jeweils eine Weile bis man sich ein System zurecht gelegt hat, welches zumindest für einen selber soweit logisch, dass es keine Mühe mehr macht die unterschiedlichsten Inhalte den Vier Feldern zuzuordnen und diese zu verlinken.

Mit diesen ersten Versuchen tauchen verschiedene Ideen zur Benutzung von SchplitZing auf. Interessant wäre eine Geschichte in den Vier Feldern von SchplitZing zu erzählen. Und mit things.schplitzing.com entsteht eine erste Version, welche nicht nur von einer Person bearbeitet wird, sondern Vier Personen jeweils ein Feld erobern und so ein Dialog aus Bildern entstehen soll.

Wir entscheiden das Projekt einem grösseren Kreis ausserhalb des Ateliers zu präsentieren, bevor wir es weiter entwickeln.
Initial Statement
12.04.2010

Wie ist es möglich eine Gleichzeitigkeit von Gedanken darzustellen?

Wir fügen ununterbrochen Fragmente von Wahrnehmungen, Gedanken und Gefühlen zu einem kontinuierlichen Ganzen zusammen. Eine gestalterische Arbeit ist in dem Sinne der Ausdruck eines momentanen Kondensats verschiedenster Fragmente. In diesem Kondensat sind die einzelnen Fragmente nicht zwingend sichtbar, sie verschmelzen nahtlos zu einem einheitliche erlebten Ganzen und können je nachdem auch nicht mehr in einzelne Bruchstücke zerlegt werden.

Bewegen wir uns im Web, konstruieren wir aus Bildern und Texten unterschiedlichster Herkunft eine für uns zusammenhängende Geschichte. Im besten Fall ergänzen die Verknüpfungen im Netz die Verknüpfungen in unseren Köpfen. Aber wir bewegen uns im Web immer auf einer Ebene, in einer Dimension, und es gibt kaum Möglichkeiten unterschiedliche, verknüpfte Orte gleichzeitig aufzurufen.

SchplitZing ist der Versuch die Gleichzeitigkeit von Gedanken und ihre Vernetzung teilweise nachvollziehbar zu machen. Mehr als ein Ergebnis steht dabei der erzählte Prozess im Vordergrund. In vier Feldern ist es möglich Gedanken, Bilder, recherchierte Fragmente oder Erfundenes miteinander zu verknüpfen. Es entstehen dabei Bilder unterschiedlicher Klarheit. Einzelne Fragemente können sehr lose Verknüpft sein, andere sehr direkt zu einem gemeinsamen Bild führen.
Atelierküche 13
03.06.2010

Zur Atelierküche 13 in the Woods haben wir Thomas Galler, Catherine und Tarcisius Schelbert, Julie Harboe, Nadine Wietlisbach und Sylvia Leuthold eingeladen. Wir haben alle gebeten sich die verschiedenen SchplitZings zuvor anzuschauen. Nadine Wietlisbach und Julie Harboe haben im Vorfeld bereits mit dem Tool gearbeitet. Für uns ist es die Möglichkeit ein erstes Feedback von aussen zu unserer Arbeit zu bekommen.

Nadine berichtet von ersten Reaktionen auf ihre mit SchplitZing erarbeitete Homepage. Das Portfolio als Netz und nicht als Liste scheint ungewohnt zu sein und viele Leute zu überfordern. In der anschliessenden Diskussion setzen wir uns mit der Erwartungshaltung von Web Konsumenten auseinander und der Frage, was es bedeutet solche Erwartungshaltungen zu unterlaufen. SchplitZing ist viel mehr der Bewegung des Entdeckens und nicht der des Suchens verpflichtet und lässt Besucher teilweise unbefriedigt zurück. Als Portfolio eines Künstlers lässt es eher eine Impression seiner Arbeit zu und eigener sich nicht wirklich als Werkkatalog. Es stellt sich die Frage, wie weit man dem Leser entgegenkommen muss, damit er sich auf eine solche Form einlässt.

Zum Thema der Logik der Verlinkungen gibt es unterschiedliche Ansichten. Wo entsteht etwas neues wenn zwei Fragmente zusammenkommen und wie klar müssen die Bezüge auf den ersten Blick erkennbar sein, damit sich ein ganzes Bild ergibt? Auch die Frage ob sich linear strukturierte Inhalte oder Geschichten überhaupt eigenen um sie mit SchplitZing zu erzählen wird aufgeworfen.Weiter wird diskutiert, ob SchplitZing als persönliches Recherche-Tool dienen könnte, das unveröffentlicht bleibt. Für uns wäre es interessant herauszufinden inwiefern SchplitZing seine eigene Arbeitsweise dadurch beeinflussen könnte, dass man beim Recherchieren immer bereits Zusammenhänge unterschiedlichster Recherche-Fragmente mitdenkt und gestaltet.

Es wird sehr klar, dass die Anordnung von SchplitZing eine Herausforderung ist. Vorschläge wie man die Vier Felder aufteilen müsste werden diskutiert. Bislang wurde SchpltiZing immer für bestehende Inhalte benutzt und vermutlich eignet es sich eher um Eigenständige Werke zu erschaffen. Ein nächster Schritt muss sicher sein, spezifische Inhaltskonzepte für SchplitZing zu entwickeln statt Bestehende mit SchplitZing umzusetzen.
Navigation und Videos
13.06.2010

Als erste Reaktion aus der Diskussion an der Atelierküche 13, gestalten wir die Navigation neu. Sie wird klarer und Mehrspurigkeiten werden entfernt. Zudem wird es nun möglich Videos von der Plattform Video in ein SchplitZing zu integrieren.

Gleichzeitig entscheiden wir die Homepage SchplitZing.com so zu erweitern, dass wir Ausschnitte aus der Diskussion um SchplitZing dort veröffentlichen können.
Statements
30.08.2010

After a extensive tests and discussions around the functionality, potential and possible implications of the SchplitZing concept, we asked three of our collaborators to write a few sentences. We asked them to summarise their impression of the direct interaction with the system, both as authors and as readers, and to reflect on this way of working in a more general way:

Catherine Schelbert, Übersetzerin, 30 August 2010
Thoughts/imagery – simultaneous or linear? Crisscrossing but still linear? Superimposed but still linear?
SchplitZing does something recommended by Ivan Illich (In the Vineyard of the Text) back in 1993: «...this is the appropriate moment to cultivate a variety of approaches to the page that have not been able to flourish under the monopoly of Scholastic reading.»
SchplitZing attempts to break down entrenched linear thinking that prevails no matter what we do, even on the Internet, even when we use hypertext, even when we are confronted with, say, an surmountable number of video hours of everyday life bombarding us from numerous monitors in Fischli/Weiss’s Arbeiten im Dunkeln (1995).
SchplitZing is the first working experiment I’ve ever seen in which a simultaneity is generated that could lead to genuinely unprecedented connections, combinations, crisscrossing and superimposition of ideas/pictures.

Nadine Wietlisbach, Künstlerin und Kuratorin, 29. August 2010
«SchplitZing» funktioniert für mich zum Einen als Arbeitsinstrument und zum Anderen als Präsentationsplattform für meine Arbeit. In meiner künstlerisch-kuratorischen Praxis setze ich mich mit Raum, Atmosphäre und Szene auseinander. Das Spartenübergreifende interessiert mich nicht nur als Endprodukt, es bedeutet im Alltag eine Ver- knüpfung zwischen vielen unterschiedlichen Themen- und Aufgabenfeldern. Die Möglichkeit, mich auf SchplitZing in vier Feldern zu verorten hat sich, anfänglich als schwierig bis unmöglich, mit der Zeit als essentiell für meine Arbeits- und Denkweise entpuppt. Im Moment ist meine Page www.nadinewietlisbach.com auf sehr simple Weise organisiert, dies hat mit der Lesbarkeit für das «Publikum» von aussen zu tun, es soll ein Eindruck entstehen, was ich mache und worum sich meine Arbeit dreht. Auch wenn die momentane Baustruktur nicht der Komplexität der Website zu entsprechen scheint ist sie doch funktional für meine Zwecke. Wenn ich neue Inhalte einfülle sieht alles anders aus, SchplitZing hilft mir auch, mehrschichtige Projekt-Gebilde vereinfacht darzustellen.
Für sic! Raum für Kunst, einen OFF-Raum für zeitgenössische Kunst in Luzern den ich seit 3 Jahren kuratiere und leite, wird SchplitZing neu ab Dezember 2010 verwendet. Für diesen Ort benötigen wir ein Tool, welches es zulässt schnell, auf Neuigkeiten zu reagieren und mit Text und Bildern arbeiten zu können. Die genaue Verknüpfung der vier Felder soll dabei immer wieder aufs Neue getestet werden, je nach Ausstellung werden alle vier Felder mitein- ander verknüpft um etwaige Verbindungen aufzuzeigen.

Julie Harboe, Kunsthistorikerin & Kunstkritikerin, Leiterin FED Institut Kunst HSLU, 30. August 2010
In Zeiten der Informationstsunami gilt es für die Vermittlung und Interpretation von Haltungen und Daten (wie es zB die Geisteswissenschaften an sich oder als «Hillfsinstrument» produziert) die Bedeutung der Information, sowie das Zusammenspiel der Quellen, so transparent und dynamisch wie möglich darzustellen. Das akademische Narrativ ist weitgehend als fortlaufender Argumentationsfaden (justierbar mit Fussnoten und Bibliographie) etabliert. Aber, ohne übermässig kritisch zu sein, ist es auch ersichtlich, dass diese Form im Kontext neuer Dis- kursräume oft eher Rückwirkend agiert. SchplitZing ist ein Tool das für die Verfasserin sowie das Publikum neue Möglichkeiten der Bearbeitung eröffnet. Es ist vor allem mehr als ein CMS. Das Layout bietet einerseits für die Bilder eine gleichwertige - vielleicht sogar höhere - Stellung als der geschriebene Text und andererseits wird der Prozess des «Webens» der Informationen mit Auswählen und Up-Loaden neu über das Material reflektiert. So wie collecthing und trails [thecafesociety.com] bietet SchplitZing eine weitere Möglichkeit über Informationsbearbei- tung und das dringend notwendige eigenständige Positionieren einer Meinung nachzudenken.
Dossier
10.10.2010

Für die weitere Entwicklung von SchplitZing haben wir ein Dossier zusammengestellt, welches ihr hier ansehen könnt.
SchplitZing Dossier
Workshop an der SDN Konferenz in Basel
28.11.2010

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Wir wurden von Swiss Design Network anlässlich der Konferenz 'Negotiating futures' eingeladen mit Schplitzing einen Workshop zu gestalten.Der Workshop gliederte sich in drei Teile. Anfänglich stellten wir Konzepte und Ideen aus der Geschichte des Hypertext vor, welche sich auch mit multimodalen Darstellungsmöglichkeiten von Texten beschäftigten. In einem zweiten Teil konnten die Teilnehmer direkt mit einem SchplitZing arbeiten. Als Ausgangslage diente ein Archiv von Bildern und Texten aus den 80er Jahren. Die Workshop Teilnehmer stellten sich der SchplitZing spezifischen Denkweise, arbeiteten an der Verlinkung des 80er Jahr Beispiels oder entwickelten eigene Visionen. Neu entdeckte Prozesse der Informationsformatierung und Potential und Probleme der Informationspräsentation in diesem Rahmen wurden am Ende des Workshops ausgetauscht und diskutiert.

Wir bedanken uns noch einmal für die tolle Zusammenarbeit mit allen Beteiligten.
sitemapping.ch
01.01.2011

Das Förderprogramm sitemapping im Bereich Medienkunst des Bundesamtes für Kultur unterstützt die Weiterentwicklung von SchplitZing finanziell. Dies ermöglicht uns nun in der ersten Hälfte diesen Jahres die SchplitZings untereinander zu verknüpfen und weiterzudenken. Wir halten euch auf dem laufenden.
Where we started
01.01.2009

Die ersten Skizzen von SchplitZing entstehen bei ersten Ideen für eine Homepage von Nadine Wietlisbach. Der Grundgedanke ist, ihre künstlerische und ihre kuratorische Arbeit so zu präsentieren, dass ein Bild entsteht, welches diese unterschiedlichen Arbeiten zusammenführt und gedankliche Zusammenhänge aufzeigt und herstellt. Inhaltlich ist die Idee mehr Prozesse und Denkwelten aufzuzeigen als fertige Arbeiten zu präsentieren.

Das Grundkonzept der vier verlinkten Felder wächst bald zu einer Idee diese zu einem grösseren Netzwerk, in welchem verschiedenste Personen mit SchplitZing arbeiten, wachsen zu lassen. So dass auch Gedanken und Bilder anderer Personen in sein System integriert werden können. Dies würde es ermöglichen Inspirationsquellen und verwandte Gedanken so in seinem System zu präsentieren, dass man nahtlos in das System der Urheber dieser Gedanken gelangt.