Zur Atelierküche 13 in the Woods haben wir Thomas Galler, Catherine und Tarcisius Schelbert, Julie Harboe, Nadine Wietlisbach und Sylvia Leuthold eingeladen. Wir haben alle gebeten sich die verschiedenen SchplitZings zuvor anzuschauen. Nadine Wietlisbach und Julie Harboe haben im Vorfeld bereits mit dem Tool gearbeitet. Für uns ist es die Möglichkeit ein erstes Feedback von aussen zu unserer Arbeit zu bekommen.
Nadine berichtet von ersten Reaktionen auf ihre mit SchplitZing erarbeitete Homepage. Das Portfolio als Netz und nicht als Liste scheint ungewohnt zu sein und viele Leute zu überfordern. In der anschliessenden Diskussion setzen wir uns mit der Erwartungshaltung von Web Konsumenten auseinander und der Frage, was es bedeutet solche Erwartungshaltungen zu unterlaufen. SchplitZing ist viel mehr der Bewegung des Entdeckens und nicht der des Suchens verpflichtet und lässt Besucher teilweise unbefriedigt zurück. Als Portfolio eines Künstlers lässt es eher eine Impression seiner Arbeit zu und eigener sich nicht wirklich als Werkkatalog. Es stellt sich die Frage, wie weit man dem Leser entgegenkommen muss, damit er sich auf eine solche Form einlässt.
Zum Thema der Logik der Verlinkungen gibt es unterschiedliche Ansichten. Wo entsteht etwas neues wenn zwei Fragmente zusammenkommen und wie klar müssen die Bezüge auf den ersten Blick erkennbar sein, damit sich ein ganzes Bild ergibt? Auch die Frage ob sich linear strukturierte Inhalte oder Geschichten überhaupt eigenen um sie mit SchplitZing zu erzählen wird aufgeworfen.
Weiter wird diskutiert, ob SchplitZing als persönliches Recherche-Tool dienen könnte, das unveröffentlicht bleibt. Für uns wäre es interessant herauszufinden inwiefern SchplitZing seine eigene Arbeitsweise dadurch beeinflussen könnte, dass man beim Recherchieren immer bereits Zusammenhänge unterschiedlichster Recherche-Fragmente mitdenkt und gestaltet.
Es wird sehr klar, dass die Anordnung von SchplitZing eine Herausforderung ist. Vorschläge wie man die Vier Felder aufteilen müsste werden diskutiert. Bislang wurde SchpltiZing immer für bestehende Inhalte benutzt und vermutlich eignet es sich eher um Eigenständige Werke zu erschaffen. Ein nächster Schritt muss sicher sein, spezifische Inhaltskonzepte für SchplitZing zu entwickeln statt Bestehende mit SchplitZing umzusetzen.